Könnt Ihr Euch noch daran erinnern?
An jene Großveranstaltungen mit über 1.500 Leuten, in denen sich der Sprachschatz der Teilnehmer binnen weniger Minuten auf zwei Silben reduzierte: Tschakahhh? Jene Happenings, in denen gestandene Manager kollektiv auf die Tische sprangen und es kaum abwarten konnten, sich abends ebenso kollektiv auf handballfeld-grossen Kohlenteppichen die Füsse zu verbrennen?
Waren das noch Zeiten, oder?
"Alles ist möglich!" If you can dream it, you can do it!" "Lebe Deinen Traum und träume nicht Dein Leben!" ... waren die Headlines der Motivationsposter, die darauf in den Fluren hingen... und die mittlerweile irgendwo im Keller vor sich hin gammeln.
Alles vorbei?
Quatsch - nun gibt es neue Hoffnung. Einen neuen Trend. Und wie sollte es anders sein - er kommt aus den USA.
Dr. Kerstens Art of Demotivation - Kurz: Despair.com - "Verzweiflung.com" - Nomen es omen.
Schaut der Wahrheit ins Gesicht und ...nehmt Sie auf die Schippe - soviel wie nur irgendwie draufgeht.
Despair.com - The Art of Demotivation... der neue Kult... absolut hype und 100% kompatibel zur gesamtdeutschen Mentalität.
Hier ein kleiner Auschnitt:
The Demotivation-coffe-mug... macht sich stark auf jedem Schreibtisch:
You Aren't Being Paid to Believe
In the Power of Your Dreams
Oder das De-Motivations-Poster - das hilft doch gleich, der Realität ins Auge zu sehen:
"Sometimes the best solution to morale problems is just to fire all of the unhappy people.
Noch immer nicht genug:
Dann schau Dir vielleicht einmal en wunderbaren Kurzfilm "More" an - Versprochen: danach ist Dein Tag gerettet oder hole Dir den neusten Bildschirmschoner von Despair auf den PC.
Wie sagte einmal Herr Sprenger sinngemäss: Macht Euch doch keine Gedanken, wie Ihr Eure Leute motivieren könnt - hört einfach auf, sie zu demotivieren."
Aber zuvor sollte man wissen, wie das geht, oder?
Viel Spaß beim Verzweifeln
[Merci an Stephanie Dann, in deren Burnout-Blog ich den Hiweis auf Despair.com gefunden habe]