... wenn Du 24 Jahre lang mit derselben Frau zusammen bist und zudem noch Kommunikationstrainer aus Leidenschaft, sollte man denken, dass es „deshalb“ so gut funktioniert. Falsch! Es funktioniert „trotzdem“ gut. Deshalb hier ein paar (nicht ganz ernstzunehmende) Tipps aus meiner „reichhaltigen“ Erfahrung mit dem anderen Geschlecht… (, die mit etwas Modifikation auch gerne auf Kinder, Mitarbeiter oder andere Zweibeiner erfolgreich anzuwenden sind).

Mal ehrlich…
spätestens wenn die endogenen Morphine aufgehört haben, Deinen Blick zu trüben, beginnst Du klar zu sehen.
Du wachst morgens auf, schaust neben Dich… und siehst, wie sie oder er „wirklich“ ist.
Spätestens in diesem Moment solltest Du ein großartiges Projekt ins Leben rufen: Wie verändere ich meinen Partner? Wie bringe ich ihn dazu, nicht nur das zu tun, was ich möchte, sondern auch wie ich das möchte.
Zugegeben: Keine leichte Aufgabe! Aber: Gib niemals auf! Es lohnt sich und wird Dir unzählige emotional tiefe Momente bescheren (fliegendes Geschirr, knallende Türen u.ä.) Und: Bitte komme niemals auf die wahnwitzige Idee: Es könnte auch an mir liegen!
Hier nun einige pragmatische Tipps zu einem erfolgreichen Projektablauf.
Viel Spaß damit!
Hohe Erwartungen
Stellen Sie hohe Erwartungen an Ihren Partner - aber teilen Sie ihm oder ihr diese auf keinen Fall mit!
…Wenn er Dich wirklich liebt, wird er doch wohl noch Deine Gedanken lesen können, oder?
Bis das Kind in den Brunnen gefallen ist
Warte solange, bis er oder sie keine Chance mehr hat, Deine Erwartungen zu erfüllen und drücke erst dann Ihre Enttäuschung aus:
… z.B. "Ach, ich habe mir so gewünscht, Du würdest mir zuliebe das kleine Schwarze anziehen"... aber erst dann, wenn Du mit ihr bereits zur Party unterwegs bist)
Knallhartes Feedback
Sage Deinem Partner jeden Tag, was Dir an ihm oder ihr nicht gefällt!
(... wie sonst kann er sich verbessern, wenn nicht durch ein permanentes Feedback)
Tue nicht, um was ich dich bitte – tue es gern!
Begnüge Dich nie damit, daß Ihr Partner, Ihre Kinder, Ihre Mitarbeiter etwas für Sie tun - erwarten Sie immer, daß sie es auch gerne tun.
Die Schweinehundhypothese
Egal was Dein Partner tut, unterstelle ihm böse Motive. Tue so, als wenn er das, was er tut, absichtlich, bewusst und nur deshalb getan hat, um Dich
zu ärgern.
… „wie schaffst Du es eigentlich fünf Mal über den Wäschekorb zu stolpern, ohne ihn in den Keller zu tragen?
Zwickmühlen basteln
Sagen oder tue etwas, das man sowohl ernsthaft wie scherzhaft auffassen kann. Beschuldige dann Deinen Partner, je nach seiner Reaktion, eine ernsthafte Sache ins Lächerliche zu ziehen, oder keinen Sinn für Humor zu haben.
Zwickmühlen II
Schenke Deinem Partner zwei Krawatten oder Ohrringe. Wenn er zu erstenmal eines der beiden anzieht, blicke ihn traurig an und sage:
" Ach, das andere gefällt dir nicht?"
Verallgemeinerungen
Verwenden Sie bei jeder Kritik und Anschuldigung möglichst oft die Worte: "Immer, nie, alle, keiner" etc. Das verleiht jeder Kritik einfach den nötigen Nachdruck.
… z.B. Immer kommst Du zu spät! Nie ist auf Dich Verlaß! Nie hörst Du mir zu!
You go first
Solltest Du Dich einmal mit ihm oder ihr gestritten haben, bestehe immer darauf, dass der andere sich zuerst entschuldigt.
Wo käme man denn hin, wenn man immer nachgeben würde.
Ach fast hätte ich es vergessen:
Bestehe darauf, dass Du immer recht hast (.. ist einfach gut für das kleine Ego. Das lebt von nichts anderem)
Solltest Du also etwas behaupten und der andere ist anderer Meinung ist es doch logo: Der andere hat unrecht!
Sollte ich etwas Wichtiges vergessen habe, dass Deiner Meinung ebenfalls subtil zu sofortigen Auflösungserscheinungen führt oder einen gemütlichen Kaminabend ad hoc in ein Beziehungschaos stürzen könnte… lass es mich wissen – man lernt ja nie aus.