Heute erschien in "Telepolis" ein interessanter und wie ich meine lesenswerter Artikel zum Thema "Podcasting".
Hier ein einige Auszüge davon:
...In der Podcasting-Sphere herrscht große Freude: Seit die Podshow von Adam Curry 8,8 Millionen Dollar Venture-Capital eingesammelt hat, wird die Welt wieder neu erfunden. 55 Millionen Podcast-Nutzer soll es in fünf Jahren weltweit geben, sagt der Marktforscher IDG. Und jede Menge neue-alte Geschäftsmodelle...
....Für eine 30-Minuten-Sendung veranschlagt beispielsweise Hans-Jürgen Walter, Trainer, und Macher der Podcasts Das Abenteuer Leben (700 Abonnenten) und "Abenteuer Kommunikation" (1.500 Abonnenten) rund vier Stunden Recherche und Produktion, für die Nachbereitung und Dokumentation schlägt noch einmal eine Stunde zu Buche. Doch noch entscheidender ist: Die Hinwendung zum Hörer schlägt die Orientierung der Blogger zum Leser hin um Längen. Viele sprechen ihr Publikum immer wieder direkt an, bauen dialogorientierte Teile in ihre Shows ein oder rufen zum Feedback auf. Man merkt: Diese Leute sprechen mit einem.
...Über zwölf Millionen Podcast-User, die einmal im Monat einen Podcast herunterladen, soll es in fünf Jahren weltweit geben, ermittelte Forrester Research. IDG ist optimistischer: Das Marktforschungsunternehmen geht von 55 Millionen-Nutzern bis 2010 aus. Insgesamt mehr als 340 Millionen iPods will Apple verkaufen. Bei einem Marktanteil von 70 Prozent dürften in einem ausgereiften Markt weltweit damit über 400 Millionen MP3-Player im Markt sein. Hinzu kommen mp3- und podcast-fähige Handy-Geräte: Motorola hat mit dem ROKR ein erstes Modell auf den Markt gebracht. Andere werden folgen. Und schließlich: Ganz normale PCs, auf die sich mittlerweile auch iTunes installieren lässt, taugen ebenfalls zum Hören der Podcasts. Eine beinahe gigantische technische Reichweite...
...Und die Chancen stehen nicht schlecht. Zumindest, wenn man den Selbstauskünften der Nutzer aus der Umfrage von Alex Wunschel glaubt: Über die Hälfte der bisherigen 2.000 Teilnehmer würde für Inhalte bezahlen. Deshalb möchten Anbieter wie etwa Hans-Jürgen Walter ihre Podcasts in Kürze zu einem groß angelegten Portal in seinem Themenfeld ausbauen: "Trainerwissen aus 15 Jahren Berufspraxis zu einem günstigen Preis weitergeben", heißt seine Vision. Dazu konnte er bereits vier ehrenamtliche Redakteure gewinnen. Weitere sollen folgen. Er will sein Angebot diversifizieren: Einen "Einsteiger-Podcast", der beim Hörer keinerlei Vorkenntnisse vorausgesetzt, soll es kostenlos geben. Ein Premium-Dienst, der stärker als in der Vergangenheit in die Tiefe geht, soll abgerechnet werden. So kann Walter den Marketing-Effekt nutzen und trotzdem ein wenig Umsatz damit machen. Denn je mehr Paid-Content, desto weniger Neukundengewinnung. Mit diesem Modell erreicht er beides. Und auch in Deutschland sind die Risikokapitalgeber bereits unterwegs: Letzte Woche, freut sich Hans-Jürgen Walter, habe das erste VC-Unternehmen bei ihm angerufen.
Den gesamten Artikel finden Sie unter: http://www.heise.de/tp/r4/artikel/21/21273/1.html

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