"Warum muss ich eigentlich alles x-Mal sagen, bevor es so gemacht wird, wie ich es gerne hätte"...
... genau dieses Problem beklagen acht von zehn Führungskräfte, die ich coache.
An was liegt´s?
Eines der besten Einsichten , die man als Führungskraft haben kann ist: Selten am Mitarbeiter und meist an der Art, wie die Führungskraft kommuniziert.
- wohlmeinende Apelle anstatt klare Vereinbarungen
- Erwartungen werden nicht kommuniziert (.. nicht jeder Mitarbeiter mag Gedanken lesen können)
- Wischi-waschi-Angaben anstatt klare Zielvorgaben
- unklare Kompetenzen und Verantwortungsbereiche
Oh. Gott jetzt sind schon wieder die Führungskräfte schuld. Nein - nicht "O Gott", sondern Gott sei Dank" Denn dann brauchen wir nicht unsere Mitarbeiter umkrempeln, sondern nur ein wenig an unserem Stil arbeiten - am Stil, wie wir mit Mitarbeitern kommunizieren.
Natürlich wissen Sie genaz genau (meistens jedensfalls...), was Sie meinen, wenn Sie etwas sagen. Aber das zählt nicht. Was zählt ist, was beim Mitarbeiter ankommt und letztendlich das Ergebnis seiner Arbeit: Ob und wie er seien Aufgaben löst.
Sie sind mit dem momentanen Resultaten in Ihrem Unternehmen nicht zufrieden und Sie wollen da einiges ändern - und zwar schnell und nachhaltig?
Dann habe ich vielleicht hier einige Tipps:
1. Hören Sie auf zu jammern über fehlendes Engagement und über unfähige Mitarbeiter im Allgemeinen.
Nehmen Sie dei, die Sie haben. Sie haben gerade keine anderen. Und die, die Sie haben, sind besser als Sie (sie) denken!
2. Hören Sie auf zu apellieren!
" So geht das nicht weiter! Das muß sich ändern! Lassen Sie sich etwas einfallen....", bringt nach meiner Erfahrung gar nichts. Meist kommen solche Apelle "emotionalen Bäuerchen" gleich, die Führungskraft fühlt sich vorübergehend etwas erleichtert, getan hat sich letztendlich jedoch gar nichts.
3. Treffen Sie klare, präzise und (für den Mitarbeiter) plausible Vereinbarungen.
Überreden Sie in zu nichts, apellieren Sie nicht an seine Einsicht und versuchen Sie ihn nicht mit rhetorisch geschliffenen Argumenten zu überzeugen. Treffen Sie Vereinbarungen - glasklar, präzise formuliert und vor allen Dingen verständlich.
4. Fragen Sie!
Untersuchungen unter 230 Führungskräften haben ergeben: In Mitarbeitergesprächen reden zu über 70% die Chefs. Aber: Wer das Sagen hat, muss Fragen! Fragen Sie mehr und sagen Sie weniger!
Die cleversten Fragen sind jene, die dem Mitarbeiter helfen, seine Probleme selbst zu lösen.
5. "Behandle andere Menschen, wie Du behandelt werden willst" ist Blödsinn.
Ethis und moralisch gesehen mag dieser Satz nicht falsch sein. Für praktische Führungsaufgaben taugt er jedoch nichts. Andere Menschen sind anders als Sie, haben andere Bedürfnisse, andere Werte und andere Motivatoren. Der Wurm muss dem Fisch schmecken, nicht dem Angler.
6. Kommunizieren Sie Ihre Erwartungshaltungen.
".. nach vier Jahren in unserem Unternehmen müssten Sie doch wissen..." O.K. Sie wissen das. Sie wussten das vielleicht auch schon nach einem Jahr in dem Unternehmen. Aber der Mitarbeiter wusste es nicht. Natürlich können Sie ihm weiter unterstellen, er müsste das wissen - die Frage ist: Was bringt´s?
Weitaus einfacher, schneller und konstruktiver ist es, wenn Sie Ihre Erwartungshaltungen was und wie gemacht werden sollte - klar, deutlich und plausbibel kommunizieren.
Erfolgreiche Führungskommunikation ist weitaus einfacher, als Sie vielleicht glauben.
Erfolgreiche Führungskommunikation heisst:
Geben Sie ihren Mitarbeitern die Chance, das zu tun, was Sie von Ihnen erwarten, in dem Sie Ihren Kommunikationsstil einmal kritisch überdenken:
- Wie eindeutig, klar, verständlich und präzise formuliere ich meine Vereinbarungen?
- Wie ist das Verhältnis mein Redeanteil-Redeanteil Mitarbeiter?
- Wie oft stelle ich Fragen?
- Wie kommt mein Feedback bei meinen Mitarbeitern an?
Link zu meinem neuen Intensiv-Workshop:
"Führungsfaktor Kommunikation"